Die wohl wichtigste Privatversicherung

Posted by admin on März 4th, 2014 — Posted in Trithor

Die Rechtsschutzversicherung ist eine Privatversicherung, welche die unterschiedlichen Kosten bei den unterschiedlichen Arten von Rechtsstreitigkeiten trägt. Dazu gehören die Kosten für den eigenen Anwalt, Gerichtskosten, vom Gericht angeforderte Gutachten, das sog. Zeugengeld, im Falle eines verlorenen Verfahrens auch die Auslagen der gegnerischen Partei. Je nach Vertrag auch Strafkautionen in einer begrenzten Höhe von 50.000 Euro. Die übliche Höchstdeckungssumme pro Schadensfall liegt bei 250.000 Euro. Dieser Betrag ist üblicherweise ausreichend für Klagen durch mind. 2 Instanzen. Die meisten Anwälte halten mehr Instanzen auch nicht für sinnvoll. Viele Versicherungen schützen sich vor einer übermäßigen Inanspruchnahme durch eine vereinbarte Selbstbeteiligung. Diese kann je nach Vertrag bis zu 250 Euro betragen und dient vor allen Dingen dazu, Klagen wegen kleinerer Schadenssummen nicht begleichen zu müssen und damit die Prämien bezahlbar zu halten. Die Rechtsschutzversicherung gilt in Europa und den angrenzenden Mittelmeerstaaten. Verschiedene Gesellschaften bieten einen zusätzlichen und begrenzten Schutz auch für das übrige Ausland an. Welcher aber zeitlich auf 6-12 Wochen im Jahr begrenzt ist und weiterhin auch nur für Beträge bis 30.000 Euro gültig ist. Die Policen haben im Allgemeinen eine Wartezeit von üblicherweise drei Monaten. Mitversichert sind alle im Haushalt lebenden Personen, mit Ausnahme von erwachsenen Kindern über 25 Jahren (manchmal liegt die Grenze auch bei 27 Jahren). Für die kostenfrei mitversicherten Kinder wird jedoch kein Versicherungsschutz für Schadensfälle gewährt, die aus Verkehrsvergehen entstehen. Der Schadensfall tritt ein, wenn ein behaupteter oder tatsächlicher Rechtsbruch vorliegt. Dass bedeutet, erst wenn eine Anzeige oder Klage gegen den Versicherungsnehmer geführt wird, oder wenn er eine Klage gegen eine weitere Partei führt. Vor der Inanspruchnahme eines Rechtsanwaltes wird eine sog. Deckungsprüfung durchgeführt. Hierbei wird überprüft, ob die (vom Versicherungsnehmer geführte) Klage Aussicht auf Erfolg hat oder ob schuldhaftes Handeln des Versicherten für die (gegen den Versicherungsnehmer geführte) Klage verantwortlich ist. Erst nach dieser Prüfung kann eine Leistung der Versicherung in Anspruch genommen werden.